Linol, Schnitzmesser und ein Akita
chs.grf bleibt übrig, wenn man meinen Namen auf das Wesentliche reduziert. Unter diesem Kürzel teile ich seit 2024 meine Kunst und meine Gedankenwelt.
Als freischaffender Kreativer bewege ich mich seit 2018 an der Schnittstelle zwischen analogen und digitalen Medien. Heute liegt mein Fokus auf der Druckgrafik – insbesondere auf dem Linolschnitt.
Was mich an dieser Technik fasziniert, steckt bereits in meiner Signatur: Reduktion.
Der Linolschnitt entsteht durch das Wegnehmen von Material. Jeder Schnitt ist endgültig, jede Entscheidung bleibt sichtbar. Es gibt kein Zurück – „ab ist ab“. Gerade diese Verbindlichkeit macht die Technik für mich so besonders und spiegelt vieles wider, was mich auch persönlich beschäftigt.
Meine Motive entstehen aus Alltagsbeobachtungen, kleinen Gedanken, inneren Konflikten und Gefühlen. Manche Arbeiten schlagen eine Brücke zwischen digitaler und analoger Welt, andere erzählen von Themen, die sich hinter scheinbar banalen Szenen verbergen.
Ein wiederkehrendes Motiv meiner Kunst sind Tiere – allen voran mein Hund Ciko, besser bekannt als der „Mausbär“.
Im Oktober 2025 trafen meine Partnerin und ich ihn im Tierheim Nürnberg. Seitdem begleitet er mich fast überallhin: durch den Alltag, in meine Arbeit und schließlich auch in meine Kunst. In den sozialen Medien tritt er mittlerweile als mein „Co-Artist“ auf und stand bereits für zahlreiche Drucke unfreiwillig Modell.
Mit der Zeit wurde sein Einfluss auf mein Leben und meine Arbeit so selbstverständlich, dass der Mausbär ganz von selbst zum Markenzeichen meiner Kunst geworden ist.
Ich glaube daran, dass Kunst nichts Elitäres sein muss. Man muss ein Werk nicht „richtig verstehen“, um etwas darin zu entdecken oder zu fühlen. Wenn eine Arbeit einen Gedanken auslöst, ein Schmunzeln hervorbringt oder einen Moment zum Innehalten schafft, hat sie bereits ihren Zweck erfüllt.

